Das Geheimnis von MalampurSechs Jahre nach ihrem Aufstieg zum Star in Of Human Bondage zeigte Bette Davis eine ebenso ueberwaeltigende Leistung in einer weiteren W.-Somerset-Maugham-Verfilmung: In Das Geheimnis von Malampur spielt sie eine Ehebrecherin, die ihre Verfuehrungskuenste einsetzt, um einer Mordanklage zu entgehen. Davis laedt den Film mit erotischer Spannung auf � unterstuetzt wird sie dabei von einem makellosen Darstellerensemble, atmosphaerischen Kamerabildern und der inszenatorischen Brillanz des dreifachen Oscar�-Preistraegers* William Wyler, der mit Davis auch Jezebel � Die boshafte Lady und Die kleinen Fuechse gedreht hat. Das Geheimnis von Malampur wurde fuer sieben Oscars�** nominiert, darunter in den Kategorien Bester Film, Hauptdarstellerin, Regie und Nebendarsteller. Dieses ueberragende Melodram ist und bleibt einer der aussergewoehnlichsten Hollywood-Filme ueberhaupt � Filmkunst in Vollendung.Das Leben der Mrs. SkeffingtonWelche groteske Fratze starrt ihr aus dem Spiegel entgegen? Das kann doch nicht Fanny Skeffington sein, die huebscheste Frau von New York! Fanny hatte immer bewusst ihre Schoenheit eingesetzt, um sich im Leben Vorteile zu verschaffen. Sie liess sich von Dutzenden Maennern den Hof machen � auch als sie schon verheiratet war. Doch jetzt hat ihr die Diphterie ihr einziges Kapital geraubt. Ohne ihr Aussehen ist sie ein Nichts. Die Rolle der Fanny brachte Bette Davis ihre achte Oscar�-Nominierung* in der Kategorie Beste Darstellerin ein. Mit Unterstuetzung von Claude Rains als ihrem ergebenen Ehemann, prachtvollen Kostueme und Franz Waxmans opulenter Musik verwandelt Davis ein normales Frauenschicksal in ein grosses Kunstwerk. Achten Sie darauf, wie ihr zerstoertes Gesicht von innen her leuchtet, als sie die hoffnungsvollen Worte spricht: �Eine Frau ist schoen, wenn sie geliebt wird. Nur dann.� Ein magischer Moment.Der versteinerte WaldEin heruntergekommene Gaststaette in der Hitze Arizonas: Duke Mantee (Humphrey Bogart), ein Moerder auf der Flucht, haelt den Schriftsteller Alan Squier (Leslie Howard), die junge Gabby Maple (Bette Davis) und eine handvoll anderer als Geiseln gefangen. Ein Jahr nach dem Broadway-Erfolg verfilmte Robert E. Sherwood das Stueck mit seinen Theaterdarstellern in den Hauptrollen. Bogart war erst fuer eine der Nebenrollen vorgesehen, seine Leistung jedoch ueberzeugte Sherwood derart, dass er ihm die Hauptrolle verschaffte � und damit fuer Bogarts endgueltigen Durchbruch in Hollywood sorgte.Guenstling einer KoeniginIn Guenstling einer Koenigin stellten Bette Davis und Errol Flynn das faszinierende Privatleben von Koenigin Elizabeth I. und dem Earl of Essex der Oeffentlichkeit vor: Der verschwenderisch ausgestattete Technicolor-Bilderbogen erzaehlt von der zum Scheitern verurteilten Liebe zwischen der alternden Monarchin und dem schneidigen Edelmann. In dieser Rolle verzichtete die zweifache Oscar�-Preistraegerin* Bette Davis voellig auf ihr Glamour-Image � sie liess sich die Augenbrauen und den Haaransatz rasieren und das Gesicht kalkweiss schminken. Dennoch spielt sie die Koenigin derart intelligent, energisch und intensiv, dass man ihr die Romanze mit dem Jahrzehnte juengeren Essex unbedingt abnimmt (Flynn mit seinem bemerkenswert guten Aussehen und seiner sportlichen Praesenz stand damals im Zenit seiner Karriere). Die Verfilmung des Theaterstuecks Koenigin Elizabeth von Maxwell Anderson inszenierte Michael Curtiz � fuenf Oscar�-Nominierungen** waren die Belohnung. Das Drehbuch nimmt es mit den historischen Tatsachen nicht so genau, macht aber bei der Dramatik der Ereignisse keine Abstriche. Lang lebe dieses temperamentvolle blaubluetige Liebespaar!Opfer einer grossen LiebeBette Davis zeigt als sterbende Erbin Judith Traherne, die in den wenigen ihr verbleibenden Monaten unbedingt gluecklich sein moechte, eine bravouroese, bewegende, aber nie morbide Leistung � der Film zaehlt nach wie vor zu den Klassikern, bei denen man mindestens drei Taschentuecher bereithalten sollte. Aber fast haette es diesen Erfolg nie gegeben, denn Davis musste lange noergeln, bis die Studiobosse die Filmrechte zu Opfer einer grossen Liebe erwarben. Endliche willigte Jack Warner ein� aber mit Vorbehalt. �Wer will schon sehen, wie eine Tussie blind wird?� fragte er. Die Antwort: Fast jeder � Opfer einer grossen Liebe erwies sich als Davis� bis dahin groesster Kassenerfolg ueberhaupt und verbuchte fuer 1939 Oscar�-Nominierungen in den Kate
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